Halloween – so feiern wir 

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Letzte Woche war Halloween. Überall konnte man davon sehen, hören, lesen. Und was man darüber lesen konnte! Bin ich die Einzige mit dem Gefühl, dass das Web voll mit Spaßbremsen, Meckerfritzen und Kinderhassern ist? Halloween ist doof. Es gehört nicht hierher/ist nicht Teil unserer Kultur. Es ist nur eine amerikanische Unsitte. Rotzgören wollen nur schnorren und machen alles kaputt. „Ich stelle die Klingel ab!“ ist da noch eine neutrale Variante. Die einzig einigermaßen nachvollziehbaren Argumente bringen Eltern, die ihre Kinder nicht animieren wollen von Fremden Süßigkeiten anzunehmen.

Bullshit (sry, bin momentan sehr allergisch auf Mimimi)

Was steckt hinter Halloween?

Der Weg von Halloween ist ein sehr langer. Seinen Ursprung hat es etwa ca. 700 v. Chr. in Irland und hieß Samhain. Schon damals wurde das Fest am Abend vor dem 1. November abgehalten. Zum einen wurde dort das irische Neujahrsfest gefeiert. Zudem glaubte man, dass nur an diesem Abend die Barriere zwischen der Welt der Lebenden und der Toten geöffnet sei.

Diese Toten wollten in die Menschen fahren, um so das Leben nach dem Tod zu erreichen. Um dem zu entgehen verkleidete man sich.

Es soll auch ein Feuer entzündet gewesen sein, um das man sich versammelte und der eigenen Ahnen gedachte. Anschließe nahm man sich etwas von dem Feuer mit nach Hause für den Herd (Ernährung der Familie).

Die Laterne war früher eine geschnitzte Rübe und hat ihren Ursprung in einer alten keltischen /irischen Geschichte über einen Jack, der den Teufel überlistete.

Nachdem irische Einwanderer nach 1800 ihren Brauch mit nach Amerika brachten, wurden stattdessen Kürbisse verwendet.

Mit der Reformation wurde das Fest in „All Hallows Eve(ning)“, der Nacht vor Allerheiligen, umbenannt. Außerdem begann man am 2. November in den christlichen Gebieten um „Seelenkuchen“ zu bitten. Mit der Zeit verwandelte sich das Fest in eine Mischung aus Ahnen – /Totenfest, Herbst – und Erntedankfest, gemischt mit dem Reformationstag.

In Amerika wurde schließlich aus All Hollows Eve „Halloween“ und mehr zu einem Fest für Kinder. Aus dem Bitten um Seelenkuchen entstand das „Trick or Treat“.

Das ist Halloween für mich

Halloween ist für mich ein Fest für Freunde, für Kinder und die Familie. Ein Fest des beisammen seins und der Natur.
Partytime

Schon zu meiner Studentenzeit hab ich jedes Jahr eine Halloween – Party veranstaltet oder wurde eingeladen. Dabei standen Kostüme und ein  schaurige Buffet sowie aufwendige, teils selbstgebastelte Dekoration denen aus Film – und Fernsehen in Nichts nach. Nicht selten hatte das Fest, neben Grusel, noch ein Motto. Z.B. Alice im Horrorland 😁

An Halloween feiert man mit Freunden und hat eine schöne gemeinsame Zeit.

Kinder

Natürlich ist das moderne Halloween für Kinder! Wenn ich als Erwachsene großen Spaß am verkleiden habe, dann Kinder doch erst recht! Und wenn es eine Gelegenheit dazu gibt, warum sie ungenutzt lassen? Eigentlich ist es sogar schade, dass man dafür einen Anlass braucht und diesen dann noch rechtfertigen soll. Die Zeit für extra /besonderen Spaß sollte man nutzen. Erst recht mit Kindern.
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Ich liebe Süßigkeiten. Und Kinder genauso. Das ist sogar genetisch vorbestimmt. Süßer Geschmack schließt Gift in der Natur aus 😉 jetzt gibt es ein Fest, in dem Kinder Süßes sammeln dürfen. Ich bedaure, dass es in meiner Kindheit noch nicht so verbreitet war in Deutschland 😢 All die Schoki, die ich nie bekommen habe 😢😋 Ich bin übrigens ein Verfechter von Selbstgemachten Keksen zu verteilen, wie es früher Brauch war (wirkt auch etwas dem Konsum entgegen 😉)

Ihr seid besorgt, wegen der Sache mit „Süßigkeiten von Fremden“? Hier ein paar Tipps zum sammeln :

  1. Die Kinder sollten immer in Begleitung eines Erwachsenen rausgehen!
  2. Wenn ein kleiner Vers oder Lied vorgetragen wird, sind die Leute bestimmt gleich viel netter
  3. Nicht zu spät sammeln gehen. Es ist schon zeitig dunkel, daher kann man dies durchaus schon vor 18-19 Uhr erledigen. So fühlt sich keiner zur späten Stunde belästigt bzw (wie bei uns) wird kein Baby /Kleinkind wachgeklingelt (weshalb bei uns auch um 19 Uhr schon die Klingel aus war)
  4. Einige dekorieren erkennbar, wo man sammeln kann. Verweigerer nicht unnötig belagern und damit Konflikte schüren!
  5. Es ist ein Unterschied, ob man Süßigkeiten von einem Fremden angeboten bekommt, oder im begleiteten Rahmen darum bittet. Bringt das euren Kindern nahe. Dieser Abend ist eine Ausnahme 😉

Familie 

Samhain war das keltische Totenfest, wie es auch in vielen anderen Kulturen gefeiert wird. So ist es zum Beispiel dem der Mexikaner in der Bedeutung sehr ähnlich.

Wir alle haben in der Familie Menschen, die uns bereits verlassen haben. Deswegen ist Halloween auch ein Tag, an dem man sich im Kreise der Familie ihrer annehmen kann. An sie erinnern und symbolisch ihrer Gedenken.

Natur 

Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Die Früchte und Pflanzen geerntet und die Saat für das nächste Jahr ausgesät worden.

Auf vielen Höfen wird nun Erntedank gefeiert.

Die Natur bereitet sich auf den Winter vor und legt sich langsam schlafen. Die Tage werden kürzer. Das Jahr neigt sich dem Ende zu.

Der Herbst steht für Vergänglichkeit und Lebensabend.

So haben wir Halloween gefeiert:

 photo DSC_0389.jpgDieses Jahr war wieder ein Kleinkind – Halloween. Natürlich. Schließlich bin ich keine Single-Studentin mehr, sondern Mama ❤️

Wer meine Facebook – Seite geliked hat, konnte mitverfolgen, wie ich für Tinkermini ein Schiggy-kostüm entwickelt habe. Zum Glück für mich, habe ich alle notwendigen Kleidungsstücke für ein Hogwarts-Schüler Kostüm zuhause. Genauer gesagt, ein Hogwarts-Schüler aus dem Haus Ravenclaw😜 den Zaubererumhang hab ich seit London 😉

Dem Thema, aber auch der aktuellen Erntezeit derer, Genüge zu tun, muss Kürbis auf den Tisch. Meine Spezialitäten : Kürbismuffins und Kürbissuppe. Kürbisbrot habe ich dieses Jahr leider nicht mehr geschafft. Allgemein hat sich jeder der Gäste an den Buffets beteiligt 😊 der Kürbis wurde natürlich ausgehöhlt und mit einem Monstergesicht versehen 😁

Die Gäste kamen gegen 12 Uhr. Drei Muttis mit ihren Töchtern. Bis auf ein Pärchen alle verkleidet. Erst stand das kalte Buffet mit Muffins, Wurstfinger, Obst und Wurmerde (Schokopudding mit Gummiwürmern) auf dem Tisch. Die Kinder konnten spielen und wir Muttis quatschen. Herrlich entspannend für uns, wenn die Kids mit sich selbst genug beschäftigt sind 😉 „Sowas macht man viel zu selten!“, war das Urteil einer Mutti 😁
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Abends haben wir zusammen gesungen:

Herbst ist da

Herbst ist da, der Sommer verging,
Kühler die Winde wehn.
Hinter den Wäldern, über den Feldern
Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, so singt Euer Lied,
Mag auch der Sommer vergehn.
Heller die Sterne, näher die Ferne,
Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,
Vögel gen Süden ziehn.
Leer sind die Felder, stiller die Wälder,
Wolken am Himmel fliehn.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,
Sommerlich Lied verklingt.
Will nichts mehr fragen, will nichts mehr sagen
Nebel sein Spiel beginnt.

Herbst ist da, es erntet die Zeit,
Alles, was reif ist, fällt
Lautloses Fallen, Fallen in Allem
Was da noch fest sich hält.

Herbst ist da, der Sommer ging hin,
Kühler die Winde wehn,
Heller die Sterne, näher die Ferne,
Glänzet der Mond so schön.

Leide, leide, Schrei vor Schmerz (Hotel Transsilvanien 2 – Melodie von „Funkel, funkel, kleiner Stern“ )

Leide, leide, schrei vor Schmerz.
Laut zerplatzt dein blutend Herz.

Zombies fressen dein Gesicht.
Deine Schreie hört man nicht.

Leide, leide, schrei vor Pain.
Bald wirst du beim Teufel sein.

Danach gab es zum Abendessen Kürbissuppe, Halloween-Pommes und – Nuggets.

Das schöne an Feiern mit Muttis: die Party ist früh vorbei und alle helfen aufräumen 😉 Um 18:30 Uhr waren die letzten gegangen.

Nun habe ich mit Mini noch eine Kerze für Opapa angezündet und alte Fotos angesehen, bis es Zeit war ins Bett zu gehen.

Vielleicht können wir in Zukunft ein Halloween – Feuer machen und irgendwann gehen wir auch von Tür zu Tür und singen den Leuten „Leide, leide, schrei vor Schmerz“ vor 😁

Quellen

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Samhain

http://www.halloweenies.de/der-ursprung-und-die-geschichte-von-halloween/

https://blog.hans-natur.de/allgemein/unbekanntes-herbstlied

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Haltet die Welt an […], einer fehlt

„Und die Welt dreht sich weiter und dass sie sich weiterdreht, ist für mich nicht zu begreifen! Merkt sie nicht, dass einer fehlt? Haltet die Welt an […] Sie soll stehn! „

Heißt es in dem Song von Cassandra Steen. Und trifft damit genau den Punkt.

Ich wollte euch eigentlich viele tolle Geschichten aus unserem Alltag berichten. Wollte meinen Blog auf dem aktuellen Stand halten bzw. bringen. Ich wollte euch einen super neuen Urlaubsbericht von meinem 30. Geburtstag auf Madeira liefern. Aber dann…

Dann wurde einer meiner persönlichen Alpträume war. Wir kamen aus dem Urlaub – und mein Opa lag wieder im Krankenhaus. Diesmal intensiv. Und zwei Wochen später…

Ich möchte euch von einem wunderbaren Menschen erzählen. Einem Menschen, der mich in Vielem wesentlich geprägt hat. Einen Menschen, der mir einer der Wichtigsten (vor der Geburt meiner Tochter vielleicht sogar fast der Wichtigste) war.  Einem Menschen, den ich unendlich geliebt habe und immer noch liebe.

Ich hatte eine wunderbare Kindheit. Meine Mutter war alleinerziehend, ist früh wieder arbeiten gegangen. Mir hatte es dennoch nie etwas gefehlt. Was nicht zuletzt auch meinen Großeltern geschuldet ist. Jedes Wochenende bis zur Oberschule habe ich von Freitag bis Samstag, manchmal Sonntag, bei meinen Großeltern verbracht.

So weit ich mich zurückerinnern kann, hat mich am Freitagnachmittag mein Opa aus dem Kindergarten abgeholt. Ich erinnere mich ganz genau an den Weg, zu Fuß, mit Fahrrad, oder manchmal mit Auto. Wenn wir noch nach Falkensee rausgefahren sind, um im Getränkemarkt einkaufen zu gehen. Und danach immer „bummeln“ im Spielzeuggeschäft nebenan waren… Und ab und zu gab es auch ein Spielzeug 😇Wir waren jedes Wochenende wenigstens am Kiesteich spazieren. Als er noch bei der Nachtwache arbeitete, brachte er mir manchmal einen Tennisball vom Platz mit. War mein Fahrrad kaputt,  reparierte er es. Aber besonders viel Spaß hatte ich als kleines Kind dabei mit ihm auf dem Sofa zu toben. Dies machte er sogar genauso mit Tinkermini,  seit sie laufen konnte. Er liebte einfach Kinder. Alle Kinder. Wenn er ihnen beim Spielen zusah, hatte er vor Freude und Rührung Tränen in den Augen. Das war auch etwas Besonderes von ihm: Weinen vor Freude ❤️ Und stolz war er wie Bolle. Wo er hinkam, er hat mit mir angegeben. ❤️

Er konnte mir alle Bäume, alle Vögel und Tiere nennen. Ich dachte immer, Opa weiß alles. Und was er nicht wusste, stand in seinen unzähligen Büchern über heimische Flora und Fauna oder Enzyklopädien. Neben Puzzeln war das Lösen von Kreuzworträtseln seine Lieblingsbeschäftigung. Dabei benutzte er nie solche dummen Helferlein wie Google&Co. . Vor ihm lag immer das Rätsel und um ihn herum drapiert alle Arten und Richtungen von Lexikas. Was er nicht wusste, schlug er in einem Buch nach. Eine Eigenschaft, um die ich ihn sehr bewundere und auch ein wenig von abbekommen habe. Nachzuschlagen, was man nicht weiß, anstatt es unwissend stehen zu lassen. Sich stetig weiterzubilden. Spaß beim Lernen von neuen Dingen. Bis zum Schluss.

Wenn wir nicht „nur“ spazieren waren, haben wir regelmäßig Ausflüge gemacht. Ans Havelufer, den Spandauer Forst, Tegler Greenwich – Promenade, mit dem Dampfer nach Kladow, zum Wannsee oder bis zur Pfaueninsel. Jeden Sommer war natürlich, wie bei uns jetzt , der Zoo Pflichtprogramm. Und im Winter Aquarium. Es ist uns – es war ihm wichtig, dass wir rausgehen, viel unternehmen. Auch Kultur war ihm wichtig. Neben dem jährlichen Besuch im „Theater Varianta“ oder fast jeder Show vom Friedrichstadtpalast gehörten auch Besuche der Deutschen Staatsoper, „Cats“ (damals noch in Hamburg) oder „Afrika Afrika“ dazu. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Das hat er mir mitgegeben, das wünsche ich mir für Tinkermini auch. Das möchte ich mit ihr genauso machen. Diese Liebe für Kultur, die Natur, die Tiere und auch das Wasser, speziell unsere Havel. Aber auch das Meer. In unserer Familie besonders die Nordsee. So brachte er mir mit ca. 4 Jahren in St. Peter Ording an einem übergroßen, gefließtem „Brett“ das Schachspielen bei.

Mit dabei, ob Ausflug, Urlaub, Veranstaltung eines seiner größten Hobbys: die Kamera. Schon zu Teenagerzeiten meiner Mama hatte er die erste Kamera. Er filmte die Umgebung und seine Familie. Dabei lief er immer vor und filmte alle, wie sie auf ihn zugehen 🙂 Zuhause setze er noch Zwischenbilder mit Überschriften dazwischen, bevor er das fertige Werk zusammenstellte. Damals mit Kalenderbildern und kleinen Buchstaben in mühevoller Handarbeit selbst.

Dank ihm gibt es Beweismittel, wie ich im Sommer vor meiner Einschulung schwimmen gelernt habe. Manchmal begleiteten mich nämlich meine Großeltern ins Schwimmbad Gatow. Und dann stand er da, in gestreifter Badehose, mit weißer Sonnenmütze und der Kamera in der Hand. Kinder sind immer das Liebingsmotiv der vorigen Generationen, nicht wahr? Heute kann ich nochmal aufleben lassen, wie ich mit meinem ersten Fahrrad über den Weg raste, meine Einschulung nochmal sehen oder am Meer Muscheln suche. Wohl wissend, dass all diese Bilder er filmte. Dass er hinter der Kamera stand.

 

Mein Opa mit Anfang 20 im Wröhmänner Park an der Havel, Spandau. War er nicht ne coole Sau 😉 den Kleidungsstil, Hemd und Stoffhose hat er genau so immer behalten. Nur die Hosenbeine waren nicht mehr ganz so weit 😊

Er war ein echter Urspandauer, der gern die Geschichte von seinem alten Spandau erzählte und auch Bücher dazu sammelte. Er sah als kleiner Junge, wie im zweiten Weltkrieg die Kuppel des Kirchturms der Altstädtischen Nikolaikirche hinabstürzte. Am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin kann man eine bronzene Statue betrachten. Auf ihr Rücken an Rücken Kinder. „Züge ins Leben, Züge in den Tod“ steht daran. Dies bedeutet, Züge mit jüdischen Kindern in die Konzentrationslager, bzw. wie mein Opa seinerzeit, mit den Zügen aufs Land zu Pflegehäusern, um den Bombenabwürfen in Berlin zu entkommen… Nach dem Krieg kam er zurück nach Spandau.

Als junger Mann hat er dort damals auf dem Geburtstag ihrer Schwester meine Oma kennengelernt. Sie waren 16 und 17 Jahre alt. Sie waren sich sofort sympathisch. Dieses Jahr hätten sie 60. Hochzeitstag gefeiert. Er starb 4 Monate zuvor…

Er war ein liebender Ehemann und Vater, arbeitete hart für seine Familie. Zum Beispiel, als sie 1960 nach Westdeutschland flohen, ging er Untertage im Kohleabbau, um die Familie zu ernähren. Mein Onkel und meine Mutter wurden in Alsdorf, nahe der französischen Grenze geboren.

Als klar war, dass Spandau (und Westberlin) teil der BRD bleibt und nicht von der DDR eingenommen wurde, kehrten sie zurück. Kurze Zeit darauf bekamen sie Besuch von einem Pastor. An der Tür wollte er mit meiner Oma über ihre „Mischehe“ sprechen. Meine Oma verstand erst nicht, was er meinte. Als er erklärte, es ginge darum, dass mein Opa katholisch und sie evangelisch ist, wollte sie ihn abwimmeln. Auf das Verlangen, dann mit meinem Opa zu sprechen schmiss der ihn raus. Über derartige Unterschiede machten sie sich nie Gedanken. Mehr noch. Bei meiner Taufe maulte der zuständige Pastor „Wird das Kind laut, schmeiß ich sie raus!“ . Das nahm mein Opi zum Anlass mich solange zu ärgern, bis das Geschrei zum Rauschmiss führte. Das macht ihn für mich sogar noch mehr zu einem  Held 😊

Solange ich zurückdenken kann standen im Wohnzimmer auf dem Tisch immer frische Blumen. Jeden Samstagmorgen ging Opa los, holte neue Wochenzeitungen für sich und Oma und einen Strauß Blumen für sie.

Er war ein unglaublich kranker, aber auch starker Mann. Mit 39 hatte er seinen ersten Herzinfarkt. Mit Mitte 50 seinen ersten Schlaganfall. Danach verkaufte er direkt sein Auto. Daran können sich einige ein Beispiel nehmen. Außerdem war er Diabetiker. Trotzdem hat er sich nie unterkriegen lassen, wollte soviel wie möglich alleine machen. So selbständig wie möglich bleiben. Erst nach vielen weiteren Herzinfarkten, Schlaganfällen und Verletzungen akzeptierte er eine Gehhilfe. All das hinderte ihn nicht, weiter viel zu unternehmen. Nicht mehr so weit und lange, wie zuvor, dennoch ließ er sich nicht „ans Sofa ketten“. Für mich war er ein Sinnbild von Stärke und Lebenswillen. Bei allem, was er überlebt hat, glaubte ich schon fast, er würde uns alle überleben.  2015 begleiteten er und Oma mich allein mit Trinkermini zu meiner Zeugnisvergabe in die Uni. Er hat vor Stolz geweint ❤️

Für mich ist mein Opa der beste Mann der Welt. Der einzige Mann auf den ich mich Zeit meines Lebens zu 100% verlassen konnte. Ein Sinnbild für einen guten Ehemann, kinderlieben Opa und zuverlässigen Menschen. Er lebte „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen“ und „selbst ist der Mann“. Er ist mit eins meiner größten Vorbilder und hat mich in meinem Leben, meiner Einstellung und meinen Zielen im wesentlichen geprägt. Er wird auf ewig in meinem Herzen sein und sein Verlust immer schmerzhaft bleiben. 

Er war der großartigste Mensch, den ich kenne. 

Ich ende mit einem Zitat meiner Oma an seinem Totenbett:

40 Jahre hat er es mit dem Herzen… Und dann ist die Lunge kaputt. 

Anhang 

Diesen Text zu schreiben fiel mir unendlich schwer. Ich habe ihn in Etappen geshriben, weil ich immer wieder abbrechen musste. Ichhoffe ihr seht mir nach, wenn er etwas zusammenhangslos wirkt. ich habe über 3 Monate dafür gebraucht, weill ich imer wieder pausieren musste.

Die grüne Mitte,Jan 17

Willkommen bei meiner eigenen kleinen Blogparade:

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An jedem 15. des Monats, also der Mitte des Monats, gebe ich 5 Tipps, wie man seinen Alltag grüner/nachhaltiger gestalten kann und freue mich über jeden, der mitmachen möchte. Dabei ist es egal, ob sich Tipps wiederholen (natürlich nicht im gleichen Post) und wir alle Beiträge unter dem aktuellen Beitrag in den Kommentaren sammeln🙂

Meine 5 Tipps der grünen Mitte:

Alles neu im neuen Jahr?  Wie wäre es mit etwas weniger Müll? 😉

  1. Biomüll wieder verwenden. „iiiiihhhh“?  Wenn ihr einen Garten oder Balkon habt ist das gar nicht so abwegig. Macht euch doch euren eigenen Biodünger. Dazu einfach Reste (Bananen – oder Kartoffelschale zb) pürieren, fertig.
  2. Plastikverpackungen sinnvoll nutzen. So können Plastikteile mit einen Recyclingzeichen 2 oder 5 an Sammelstellen des Deckel – drauf e. V. abgeben werden , die den gesamten Betrag vom Recyclinghof in Form von Impfungen gegen Polio spenden. Wir spenden so in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Villa Nova und der Spandauer Suppenküche jeden Monat 2 große Säcke😀
  3. Weniger Müll schon beim Einkaufen. In Berlin gibt es inzwischen schon den ein oder anderen Laden,die ihre Produkte ohne Verpackungen verkaufen. Da bringt man seine eigenen Verpackungen von zuhause gleich mit. Natürlich macht das nicht jeder Supermarkt um die Ecke. Dafür gibt es auch einige Onlineshops, die sich auf Verpackungsarme Produkte spezialisiert haben. Hier kommen dann aber Versandverpackung und die Lieferung dazu als kleiner Minuspunkt in der Umweltbilanz.
  4. Mein persönlicher Einkaufstipps: im Supermarkt Gemüse selber abwiegen und für alles nur eine Tüte verwenden oder sogar gar keine. Das meiste Obst und Gemüse ist schließlich von Natur aus verpackt 😉 bei allen anderen Sachen gibt es vielleicht eine plastikarme Verpackung (aus zb Pappe ). Ich kaufe zwar überwiegend Bio, aber dank Pfandglasflasche hat bei uns die Landliebe Milch eher einen Platz im Einkaufswagen.
  5. Mehrweg statt Einweg. Bei Verpackungen als auch im täglichen Leben. Pfand statt PET.  Recyclingtüten oder – Papier. Und(das darf bei mir natürlich nicht fehlen 😁) Stofftaschentücher statt Papiertuch.  Küchenhandtuch statt Kücherolle. Für die Damen Stoffbinden/-Einlagen anstatt der chemischen Plastikfolie (trägt sich auch angenehmer ), oder statt Einmaltampons Softtampons, Naturschwämme oder Stricktampons, oder die Menstruationstasse. Für Babys. Stoffwindeln statt Plastiktüte mit Polymersalz (Superabsorber ) und Waschlappen statt Feuchttücher.

Ich freue mich, wenn ich einige Denkanstöße und Ideen liefern konnte und freue mich über mehr Tipps und Tricks für ein grüneres Leben 😊

12von12, Jan17

Hallo und frohes neues Jahr!
Lang war es still hier auf meinem Blog. Erst Weihnachtsstress, dann (nach den Geschehnissen des 19.12. hier in Berlin) eine Art schockstarre und wenn ich ehrlich bin, habe ich bis heute meine Lust am Schreiben noch nicht wirklich wiedergefunden. Aber meine 2 Blogparaden werde ich für euch dennoch nicht auslassen 😉 (denkt dran: am 15. ist wieder Die grüne Mitte ^^)12von12Diese “Blogparade” hat in Deutschland ihren Ursprung bei draußennurkaennchen. Und ganz ursprünglich ist es eine Idee von ChadDarnell aus ?Hollywood?. Und das ganze funktioniert so: Jeden 12. des Monats werden 12 Bilder des Tages gemacht. Eine Zusammenfassung aller Beiträge findet ihr auf der Seite von draußennurkaennchen.

Mein 12.01.2017 in 12 Bildern:

Das erste Mal wurde ich heute zwischen 2 und 2:30 Uhr – Ich habe icht so genau auf die Uhr geschaut – geweckt. Aber in letzter Zeit wird Tinkermini hin und wieder nachts wach 😦 Das kann sie doch nicht tun! Dafür sind wir ihr durchschlafen viel zu sehr gewohnt!!! Wir konnten dann aber doch noch bis 7:30 Uhr schlafen. Warum werde ich eigentlich immer panisch wach, wenn Tinkerpapa verpennt?! Tinkermini und ich waren zum Frühstücken das erste Mal in diesem Jahr wieder im Familienzentrum. Meine Freundin mit Töchterchen Pippilotta waren auch da. Etwas später kam noch eine Tagesmutter mit ihren Kindern. So konnten sich die Kids wenigstens schön austoben. WetterApp hat Sturmböen (*HaHa* von wegen!) vorhergesagt.

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Den Buggy im Hausflur abgestellt, wollte Tinkermini aber nochmal raus. (Sie sah von der Tür aus, dass unser kleiner Schneemann die Turboschmelze letzte Nacht nicht gut überstanden hatte).

Also sind wir noch auf die Wiese…

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… und den Spielplatz. Dieses Interesse am Klettern macht mir immer wieder etwas Angst ~.~

Zurück Zuhause erstmal die Katze begrüßen, bevor ich eine Lesestunde angeordnet habe (bei uns wird kein Mittagsschlaf mehr gemacht, nur noch in der Kita – auf Probe).

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Aber etwas Ruhe darf trotzdem sein.

Wir haben dieses Buch von einem Kumpel und wenn ich es durch habe bekommt er es wieder! Bambi ist ja Schonbehandlung dagegen! Ich hoffe insgeheim, dass Tinkermini nicht alles davon versteht…

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Als Mittagsbrot gibt es Stulle mit Humus und Resteverwertung in Form von Vollkornfischstäbchen und Thunfischdipp.

Der Rest des Tages wurde mit Spielen ausgefüllt. Tinkermini stört sich daran, wenn die Bälle im Hau-den-Lukas nicht da einsortiert sind, wo sie farblich hingehören XDDD Mein Kind ❤ Definitiv!

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Abends weiter Resteverwertung. Das ist das erste Mal seit 1,5 Jahren, dass ich Vollmilch statt Hafermilch für die Eierkuchen genommen habe… und das erste Mal seit  x Jahren, dass ich nur Weizenmehl und kein Vollkornmehl nutze :/ Ich muss einkaufen gehen… wenigstens hatte ich noch Honig.

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Ich schließe mit Tinkerminis heutigen magischen Auslaufschutz XD ;p

(wen es interessiert: Wollschlupfüberhose Sonderanfertigung by SoSimpleNatural ^^)

Ich zock jetzt noch ne Runde Animal Crossing auf meinem neuen 3DS :p Gute Nacht!

Die grüne Mitte, Dez.16

Willkommen bei meiner eigenen kleinen Blogparade:

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An jedem 15. des Monats, also der Mitte des Monats, gebe ich 5 Tipps, wie man seinen Alltag grüner/nachhaltiger gestalten kann und freue mich über jeden, der mitmachen möchte. Dabei ist es egal, ob sich Tipps wiederholen (natürlich nicht im gleichen Post) und wir alle Beiträge unter dem aktuellen Beitrag in den Kommentaren sammeln🙂

Meine 5 Tipps der grünen Mitte:

Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes, 5 Tipps für ein grüneres Weihnachten 😀

  1. Wie herrlich alles funkelt in der Weihnachtszeit. Und so sehr sich die Meisten am Anfang gesträubt haben: LED ist das bessere Lampenlicht. Es spart 90% des Stroms gegenüber der alten Glühlampe und „verschwendet“ keine Energie in Wärme. Nicht nur LED spart Strom und damit Geld. Es gibt auch Lichterketten (für Fenster und Außenanlagen) die völlig unabhängig vom Stromnetz laufen: über Solarenergie, die sie über den Tag speichern!
    Apropos Strom! Auch, wenn LED 90% der Energie sparen, läuft der Stromzähler in der Weihnachtszeit dennoch auf Hochtouren. Das bedeutet auch, das die Kraftwerke auf Hochtouren arbeiten. In Deutschland sind das Kohlekraftwerke (kaum noch), Atomkraftwerke (leider noch genug), Müllverbrennungsanlagen (der Großteil) und Ernergiegewinnungsanlagen mit erneuerbaren Energien als Quelle (Wind, Wasser, Sonne). Wer nicht direkt Ökostrom bezieht, finanziert überwiegend die erstgenannten Quellen. Strom ist Strom und es wird nicht haargenau der Strom aus dem gewünschten Windrad in eurer Steckdose landen. Aber in welche Richtung sich die Kraftwerke in Zukunft bei der Energiegewinnung bewegen, können wir durch unseren Stromvertrag beeinflussen. Je mehr Leute Ökostrm beziehen wollen, desto eher werden auch nur jene Produzenten gefördert.
  2. Lichterketten sind nicht das einzige schmucke in dieser Jahreszeit. Überall sieht man sie: die kleinen weihnachtlichen Dekoelemente. An Wänden, in Regalen, auf Tischen, an und am Fenster, drinnen und draußen. Weihnachtsmänner, Wichtel, Engel und vieles vieles mehr. Manches leuchtet, Manches blinkt, Manches pustet sich auf oder tanzt. Aber braucht man das so? Es gibt doch auch schöne Dekoelemente aus Holz, Gibs, Keramik, etc. für Weihnachten. Die klassische Pyramide, Spieluhren, Räuchermännchen und Nusssknacker 🙂 Bei Kleinkindern und Haustieren kann ich sehr gut verstehen, dass man sich nicht unbedingt die hauchzarte Glaskugel an den Baum hängen will. Aber auch da gibt es schöne Deko ohne Plastik. Holzschnitzereien, Porzellanfiguren oder man backt den Baumschmuck aus Lebkuchen selber 😉 Wir haben z.B. dieses Jahr einen Lebkuchenweihnachtsteller 😀
  3. „In der Weihnachtsbäckerei…“ Gibt es was Schöneres, als in der Vorweihnachtszeit mit seinen Freunden, Familie, Kindern zu backen? Allein schon um des Teiges Naschen wegen :9 Genascht wird in dieser Zeit des Jahres ausgiebig. Warum dabei nicht mal auf die Gesundheit achten? Zum Beispiel hat Foodwatch wieder in den meisten Weihnachtssüßigkeiten krebserregende Erdölbestandteile gefunden. Zwei besonders Besorgnis errengend. Auch darf beim Kauf auf Bio-Label und/oder FairTrade geachtet werden. Naschen mit (zumindest einen halben) gutem Gewissen 🙂
  4. Ich glaube, meine Familie findet mich anstrengend ^^ Warum? Sie schenken alle allzugern. Tinkermini bekommt das ganze Jahr über schon soviel von der Verwandschaft geschenkt, dass Tinkerpapa und ich eigentlich finden, sie hat schon viel zu viel. Aber wenn dann doch was kommt (einige nehmen da auf „Hinweise“ auch gar keine Rücksicht) bestehe ich darauf, dass es kein Plastikspielzeug ist. Am liebsten sogar mit Ökosiegel^^ Schenken ist schön und gut, aber ich schenke auch generell nichts, wovon ich nicht überzeugt bin.
    Geschenkt wird entweder etwas, wovon man lange etwas hat (keine Staubfänger), nach Möglichkeit kein Kunststoff und am allerliebsten Zeit. Unsere Eltern bekommen dieses Jahr einen Musicalbesuch mit uns 😉 Ich darf das verraten, wir haben ja abgesprochen, welches es sein soll und wann. Sie wissen also schon Bescheid 😉 (Nach speziellen Wünschen fragen ist keine Schande; im Gegenteil, man hat die Möglichkeit was Nützliches zu schenken).
    UND – und das schreibe ich nicht, weil ich ein absoluter Verpackungsmuffel bin – bei den Geschenken kann man ja auch mal auf das Geschenkpapier verzichten. Nicht nur, dass der imense Papierverbrauch jedesmal in die Höhe schnellt. Es werden dafür meistens neue Paiere verwendet und diese sind noch beschichtet, d.h. sie sind manchmal noch nicht mal direkt Altpapier, sondern dann Sondermüll!
  5. Was ist Weihnachten ohne den Baum? Jedes Jahr werden Millionen Bäume gefällt, verkauft und hübsch geschmückt ins Zimmer gestellt. Und danach? In Berlin werden die nicht ganz verunreinigten (Lacke, Kunstschnee, etc.) an Zoo und Tierpark gespendet als Futter für die Pflanzenfresser. Was zuviel ist, wird verbrannt. Eigentlich schade. Letztes Jahr bin ich auf den Blogbeitrag von thebirdsnest gestoßen zum Thema lebendigen Weihnachtsbaum-mieten. In einigen Gebieten (bisher leider nicht Berlin) gibt es richtige Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, lebende Tannenbäume aus Baumschulen samt Wurzel zur Miete zu liefern und nach den Feiertagen wieder abzuholen, um diese wieder einzupflanzen. Eine ganz tolle Idee! Inzwischen gibt es schon einige mehr Anbieter, als im oben genannten Beitrag. Sucht doch mal einfach in eurer Nähe. Keine da? Dann vielleicht einfach in der nächsten Baumschule mal nachfragen. Fragen kostet nichts 🙂

Fröhliche grüne Weihnachten

Ich freue mich, wenn ich einige Gedankenanstöße und Ideen liefern konnte und freue mich über mehr Tipps und Tricks für ein grüneres Leben🙂