Die grüne Mitte, Jan18

Willkommen bei meiner eigenen kleinen Blogparade:

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An jedem 15. des Monats, also der Mitte des Monats, gebe ich 5 Tipps, wie man seinen Alltag grüner/nachhaltiger gestalten kann und freue mich über jede/n, der mitmachen möchte. Dabei ist es egal, ob sich Tipps wiederholen (natürlich nicht im gleichen Post) und wir alle Beiträge unter dem aktuellen Beitrag  hier in den Kommentaren sammeln🙂

Meine 5 Tipps der grünen Mitte:

Neues Jahr, neues Glück. Und zum Glück gibt es für alle, die sich für das neue Jahr mehr Nachhaltigkeit im Alltag vorgenommen haben hier die ersten Tipps, auf was man dabei achten kann 😀

Meine Thema diesmal: 5 „Ökoprodukte“, die gar nicht so „öko“ sind 🙂 Hier sind meine Top 5 Ökomogelpackungen:

  1. Sie darf in keinem Reformhaus oder Bioabteilung fehlen und ist die Geheimwaffe schlechthin für so ziemlich ALLES in den Ökoforen: die Kokosnuss. Kokosöl, Kokoswasser, Kokosmilch. In der Welt der Alternativen scheint die Lösung für jedes Problem und Wehwehchen aus Kokos zu bestehen. Egal, ob als Pflegeöl, Haarkur oder Sonnencremeersatz, „Schmier Kokos…. drauf!“, scheint die ultimative Lösung zu sein.
    Liebe Mit-Nachhaltige, gehen wir doch mal ein wenig in uns. Wo wachsen Kokosnüsse? Wehmütig denke ich an den Sommer zurück, als ich im Schatten einer Kokospalme direkt an der Havel…. QUAAATSCH 😉 Palme war doch schon das Stichwort und ich denke jeder kennt die Bilder weißer Sandstrände an der Südsee. Egal wie bio die Palmen gezüchtet werden, der Transportweg bis zu uns nach Deutschland macht das schon wieder Null und Nichtig.
    Dabei haben wir doch eigene gute Alternativen: Biolanolin oder als vegane Variante Bioringelblumensalbe (Calendula) als Cremes sind kaum zu toppen, Hafermilch ist zum kochen eine pflanzliche Alternative aus unseren Breitengeraden.
  2. Leider gern für ökologisches Waschen ohne Chemie viel empfohlen und fast in jedem Bioshop zu kaufen: Waschnüsse.
    Bitte, bitte, bitte kauft auf keinem Fall Waschnüsse! Ja, sie sind ein natürliches Produkt, mit dem man (einigermaßen) Wäschen waschen. ABER, liebe Leser, Waschnüsse kommen meist aus Indien und anderen Ländern mit hoher Armut. Waschnüsse sind für die arme Bevölkerung die einzige Möglichkeit, ihre Wäsche günstig zu reinigen. Diese wird nun aber zu konventionellen Zwecken verkauft. Es ist ein einfaches, wirtschaftliches Prinzip: Nachfrage bestimmt das Angebot. Mehr Nachfrage nach dem Produkt, erhöht den Preis. Die arme Bevölkerung im Ursprungsland kann sich die Nüsse nicht mehr leisten und muss eventuell sogar auf chemische Reinigungsmittel zurückgreifen.
    Und da beginnt, neben dem weiten Transporteg, das viel erheblichere Problem: Die Leute waschen ihre Wäsche meist in natürlichen Gewässern. Und nun spülen sie die Abwasser ihrer chemisch-gereinigten Wäsche die Flüsse hinunter ins Meer.
    Dabei haben wir natürliche Waschmittel vor der eigenen Haustür: Ebenfalls mit den zum Waschen notwendigen Saponinen ausgestattet sind, zu finden in unseren Wäldern und Heiden, Kastanien und Efeu 😀
    HINWEIS FÜR STOFFWINDELWICKLER: Zum Waschen für Stoffwindeln sind diese Produkte alle eher ungeeignet. Zum einen, weil sie zum Verseifen neigen (sinkt das Saugvermögen) und zum anderen, weil ihre Reinigungskraft auf Dauer für so stark verschmutzte Wäsche wie Windeln aus hygienischer Sicht ungeeignet sind.
  3. Apropos Windeln: Jeder Supermarkt und Drogeriemarkt hat sie inzwischen, seine hauseigene Marke Ökowindeln.
    Nun ja, was bedeutet das? Im Grunde behaupten die Hersteller für ihre Windeln Folgendes: Die Verwendung von Ökostrom, weniger Wasserverbrauch und nachhaltige Ressourcennutzung (weniger Müllproduktion) während der Produktion. Sie verwenden in den Windeln weniger oder gar keine Cremes, Lotionen und Vaselinen sowie Duftstoffe oder Entzündungshemmer (ja, alles in herkömmlichen Windeln enthalten). Und dann gibt es noch das OEKO-TEX Siegel… ja… das sagt leider gar nichts über Nachhaltigkeit oder Hautverträglichkeit der Windel aus, den OEKO-TEX ist ein Siegel aus der Textilbranche. Auch Polyesterdecken können dieses Siegel bekommen, womit ich schon bei meiner ersten Kritik bin: Auch Ökowindeln haben eine Polypropylen-Außenhülle, oder anders ausgedrückt, sind mit einer Plastiktüte verkleidet. Kritikpunkt Nr. 2 ist der Superabsorber, auf den ebenfalls in diesen Windeln nich verzichtet wird. Dieser kleine Kunststoff mit supersaugkraft zieht einen kleinen Rattenschwanz mit sich. Denn der Superabsorber ist eigentlich nicht ohne Weiteres in der Lage, Urin aufzunehmen. Deswegen ist eine Schicht einer Chemikalie notwendig, die die Salze aus dem Urin zieht. Dieser Vorgang sorgt in den Wegwerfwindeln im Übrigen für ihren einzigartigen Duft. Hinzu kommen Bleichen (ihr glaubt doch nicht, dass irgendein Podukt wirklich so reinweiß ist, oder?), wie Chlor. Und als Letztes möchte ich mich nochmal mit den schönen, bunten Bildchen auf den Windeln auseinanderesetzen. Wie oben beschrieben, haben auch diese Windeln eine Plastikaußenhülle. Nehmt doch bitte mal einen beliebigen Stift und malt auf eine Plastiktüte. Geht nicht? Tja, es braucht ein aufwendiges, chemisches Verfahren, um Plastik farbenfroh und individuell zu bedrucken.
    Aber was für Alternativen gibt es hierzu? Da weise ich grundsätzlich erstmal auf meine Stoffwindelberatung Pupsefee – bezaubernd gewickelt hin 😉
    Und für die, die sich absolut nicht dafür erwärmen können (was ich absolut nicht nachvollziehen kann, habt ihr euch die süßen Stoffis mal angesehen????) dann kann ich meiner Kenntnis nach euch nur zwei Wegwerfwindelmarken empfehlen. Beide verzichten auf so viele erdölbasierende und nicht abbaubaren Rohstoffen, wie es nur geht und haben bis zu 80% biologisch abbaubare Windeln konzipiert. Die erste verwendet Stärke aus Mais und kommt von der finnischen Marke Naty. Die zweite ist eine deutsche (brandenburgische) Produktion, deren Ziel es ist, eine 100% biologisch abbaubare Windel zu erfinden. Ihre Windel ist auf Basis von Kartoffelstärke konzipiert.
  4. Das nächste Produkt ist nicht per Se Öko, wird aber gern in der Alternativen Gesellschaft, aber auch unter Fitness- und Sportanhängern gehypt und ich nehme sie übertragend für alle Superfoods: Chiasamen. Erstmal sollte jedem klar sein, dass es sowas wie „Superessen“ nicht gibt. Selbes Prinzip wie plötzlich gehypte Abnehmwunderfrüchte und -Gemüse. Guter Marketinggag, um etwas teuer zu verkaufen, wofür es vorher keinen Bedarf gab. Chiasamen haben den selben, traurigen nicht-nachhaltigen Hintergrund wie die Waschnüsse. So wie die Kartoffel bei uns in Deutschland sind die Chiasamen das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung ihrer Ursprungsländer (in Afrika). Nunja, auf der einen Seite vielleicht Spenden sammeln und senden an Kinderdörfer, Brot für die Welt und wie sie nicht alle heißen und auf der anderen Seite Chiasamenmüsli in sich reinschaufeln ist genau mein Humor….NICHT. Denen, die ohnehin schon kaum was haben auch noch die Nahrungsgrundlage nehmen und durch die eigene Nachfrage unbezahlbar machen ist leider weit entfernt von nachhaltig. Zumal diese Superfoods einfach mal nicht wirklich besser sind, als einheimische Produkte.
    Bestes Beispiel: Nehmt Leinsamen! Sie stehen den Chaisamen in Nährstoffgehalt in nichts nach. Im Gegenteil: Unter den Pflanzen macht denen zum Beispiel in Sachen Omega-3-Fettsäuren keine was vor. Und der Flachs (Trägerpflanze der Samen) in eine sehr robuste Pflanze, die nahezu überall wachsen kann.
  5. Als Stoffwindelberaterin und Hobbynäherin sind Stoffmaterialien für mich ein wichtiges Thema. Mir sind nicht nur bei Windeln, sondern auch bei den Stoffen für meine Kleiderkreationen wichtig, natürliche Stoffe zu verwenden. Vorzugsweise in bioqualität. Hierbei gibt eine kleine Mogelpackung, die mir selbst auch erst bewusst wurde, als ich ich damit beschäftigt hatte: Stoffe aus  Bambus(viskose). Bambusviskose hat einen natürlichen Ursprung, dem ich nicht widerspreche. ABER, Bambus ist eine sehr harte Faser, die in ihrer natürlichen Form, anders als zum Beispiel Hanf, nicht als Faden verwendet werden kann. Folglich wird in der Produktion von Bambusstoffen das Bambus zunächst chemisch gespalten, um an die reine Zellfaser zu kommen. Diese breiige Masse wird dann unter Hochdruckverfahren und Zugabe weiterer Chemikalien zu einen Faden gepresst. Was neben dem Faden noch an Abfallstoffe in der Produktion übrig bleiben… ist leider über die Maßen umweltschädlich. Deswegen ist Bambusviskose zwar aus einen schnell und ökologisch nachwachsende, Rohstoff hergestellt, nur leider in einem sehr umweltschädlichen Verfahren. Dies macht Bambusviskose entgegen der allgemeinen Meinung leider zu einem Kunststoff.

Das waren meine 5 Tipps für diesen Monat und ich hoffe, ich konnte euch die ein oder andere neue Information bringen und freue mich über viele weitere Tipps!

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Neujahresvorsatz

Ein frohes, gesundes neues Jahr wünsche ich euch! 

Seit 2-3 Jahren nehme ich es mir eigentlich immer wieder vor, habe es aber nie ausgesprochen oder offiziell gemacht.

Na! Vielleicht klappt es ja, wenn ich es tue 😊✊🏻

Mein Vorsatz für das Jahr 2018 :
Trommelwirbel 

Ich lerne 

HULAHOOP 
So jetzt ist es raus. Was sind eure Vorsätze? 

12von12, Dez. 2017

Besser spät als nie, heißt es doch so schön. Und ich wollte euch mal einen Einblick in meinen neuen Alltag geben und die Fotos nichts ungenutzt lassen ^^12von12Diese “Blogparade” hat in Deutschland ihren Ursprung bei draußennurkaennchen. Und ganz ursprünglich ist es eine Idee von ChadDarnell aus ?Hollywood?. Und das ganze funktioniert so: Jeden 12. des Monats werden 12 Bilder des Tages gemacht. Eine Zusammenfassung aller Beiträge findet ihr auf der Seite von draußennurkaennchen.

Mein 12.12.2017 in 12 Bildern:

Guten Morgen Welt! Einige von euch schlummern noch.

Ich bin schon wach, fertig, Sachen gepackt, Tinkermini geweckt und fertig gemacht und, was die Uhrzeit mir zeigt, Mini auch schon in der Kita abgegeben und gerade auf dem Weg zur Bushaltestelle.

An diesem morgen passierte dann tatsächlich etwas Außergewöhnliches. Habe mich aber ganz schön erschrocken, so laut wie das geknallt und gekratzt hat.

Noch erschreckender finde ich die Reaktion vieler (junger) Menschen um mich herum.

Und damit meine ich nicht die gezückten Handys (Was auch schon eine unsensible Unverschämtheit ist). Nein, offensichtlich ist ein solches Ereignis, wenn in diesem Falle zum Glück nicht allzu tragisch, eher ein Lustiges. Die allgemeine Schadenfreude ist echt traurig.
Ein kleiner, schöner Ausbick am Morgen nach einer fast 1,5 stündigen Anfahrt.
Im Büro angekommen, muss ich erstmal meine Socken wieder richtig anziehen. Sehr unangenehm so etwas ^^;

Ziehen euch eure Schuhe auch die Socken aus?

Für Zwischendurch/Frühstück nehme ich mir immer ein Joghurt mit Müsli mit:

 

Feierabend, ab nach Hause.

Da es wieder eine lange Fahrt wird, nutze ich sie, um etwas zu Lesen. Die altdeutsche Schrift ist so schön ❤ .

Nachdem ich Tinkermini von der Kita abgeholt habe, gehen wir ins Famiienzentrum. Da ist heute Kindererzähltheater und danach Basteln. Das macht ihr immer viel Spaß. (Und ich komme unter anderen Erwachsenen/Eltern, mit denen ich mich austauschen kann)
Auf dem Weg nach Hause, kommen wir an diesem wunderschönen Christmas-Garden vorbei ❤

Zuhause wird noch etwas gespielt. Jeder hat seine eigene Tassen nach Farben sortiert bekommen und diese ändern sich auch nicht 😀

 

 

Wenn das Kind schläft und der Haushalt gemacht ist, habe ich manchmal noch Zeit, um mich meinem „neuen“ Hobby zu widmen.

 

 

Schlafenszeit, schließlich weckt mich der Wecker morgen wieder zeitig….

Halloween – so feiern wir 


Letzte Woche war Halloween. Überall konnte man davon sehen, hören, lesen. Und was man darüber lesen konnte! Bin ich die Einzige mit dem Gefühl, dass das Web voll mit Spaßbremsen, Meckerfritzen und Kinderhassern ist? Halloween ist doof. Es gehört nicht hierher/ist nicht Teil unserer Kultur. Es ist nur eine amerikanische Unsitte. Rotzgören wollen nur schnorren und machen alles kaputt. „Ich stelle die Klingel ab!“ ist da noch eine neutrale Variante. Die einzig einigermaßen nachvollziehbaren Argumente bringen Eltern, die ihre Kinder nicht animieren wollen von Fremden Süßigkeiten anzunehmen.

Bullshit (sry, bin momentan sehr allergisch auf Mimimi)

Was steckt hinter Halloween?

Der Weg von Halloween ist ein sehr langer. Seinen Ursprung hat es etwa ca. 700 v. Chr. in Irland und hieß Samhain. Schon damals wurde das Fest am Abend vor dem 1. November abgehalten. Zum einen wurde dort das irische Neujahrsfest gefeiert. Zudem glaubte man, dass nur an diesem Abend die Barriere zwischen der Welt der Lebenden und der Toten geöffnet sei.

Diese Toten wollten in die Menschen fahren, um so das Leben nach dem Tod zu erreichen. Um dem zu entgehen verkleidete man sich.

Es soll auch ein Feuer entzündet gewesen sein, um das man sich versammelte und der eigenen Ahnen gedachte. Anschließe nahm man sich etwas von dem Feuer mit nach Hause für den Herd (Ernährung der Familie).

Die Laterne war früher eine geschnitzte Rübe und hat ihren Ursprung in einer alten keltischen /irischen Geschichte über einen Jack, der den Teufel überlistete.

Nachdem irische Einwanderer nach 1800 ihren Brauch mit nach Amerika brachten, wurden stattdessen Kürbisse verwendet.

Mit der Reformation wurde das Fest in „All Hallows Eve(ning)“, der Nacht vor Allerheiligen, umbenannt. Außerdem begann man am 2. November in den christlichen Gebieten um „Seelenkuchen“ zu bitten. Mit der Zeit verwandelte sich das Fest in eine Mischung aus Ahnen – /Totenfest, Herbst – und Erntedankfest, gemischt mit dem Reformationstag.

In Amerika wurde schließlich aus All Hollows Eve „Halloween“ und mehr zu einem Fest für Kinder. Aus dem Bitten um Seelenkuchen entstand das „Trick or Treat“.

Das ist Halloween für mich

Halloween ist für mich ein Fest für Freunde, für Kinder und die Familie. Ein Fest des Beisammenseins und der Natur.
Partytime

Schon zu meiner Studentenzeit hab ich jedes Jahr eine Halloween – Party veranstaltet oder wurde eingeladen. Dabei standen Kostüme und ein  schaurige Buffet sowie aufwendige, teils selbstgebastelte Dekoration denen aus Film – und Fernsehen in Nichts nach. Nicht selten hatte das Fest, neben Grusel, noch ein Motto. Z.B. Alice im Horrorland 😁

An Halloween feiert man mit Freunden und hat eine schöne gemeinsame Zeit.

Kinder

Natürlich ist das moderne Halloween für Kinder! Wenn ich als Erwachsene großen Spaß am verkleiden habe, dann Kinder doch erst recht! Und wenn es eine Gelegenheit dazu gibt, warum sie ungenutzt lassen? Eigentlich ist es sogar schade, dass man dafür einen Anlass braucht und diesen dann noch rechtfertigen soll. Die Zeit für extra /besonderen Spaß sollte man nutzen. Erst recht mit Kindern.

Ich liebe Süßigkeiten. Und Kinder genauso. Das ist sogar genetisch vorbestimmt. Süßer Geschmack schließt Gift in der Natur aus 😉 jetzt gibt es ein Fest, an dem Kinder Süßes sammeln dürfen. Ich bedaure, dass es in meiner Kindheit noch nicht so verbreitet war in Deutschland 😢 All die Schoki, die ich nie bekommen habe 😢😋 Ich bin übrigens ein Verfechter davon, selbstgemachte Kekse zu verteilen, wie es früher Brauch war (wirkt auch etwas dem Konsum entgegen 😉)

Ihr seid besorgt, wegen der Sache mit „Süßigkeiten von Fremden“? Hier ein paar Tipps zum sammeln :

  1. Die Kinder sollten immer in Begleitung eines Erwachsenen rausgehen!
  2. Wenn ein kleiner Vers oder Lied vorgetragen wird, sind die Leute bestimmt gleich viel netter
  3. Nicht zu spät sammeln gehen. Es ist schon zeitig dunkel, daher kann man dies durchaus schon vor 18-19 Uhr erledigen. So fühlt sich keiner zur späten Stunde belästigt bzw. (wie bei uns) wird kein Baby /Kleinkind wachgeklingelt (weshalb bei uns auch um 19 Uhr schon die Klingel aus war)
  4. Einige dekorieren erkennbar, wo man sammeln kann. Verweigerer bitte nicht unnötig belagern und damit Konflikte schüren!
  5. Es ist ein Unterschied, ob man Süßigkeiten von einem Fremden angeboten bekommt, oder im begleiteten Rahmen darum bittet. Bringt das euren Kindern nahe. Dieser Abend ist eine Ausnahme 😉

Familie 

Samhain war das keltische Totenfest, wie es auch in vielen anderen Kulturen gefeiert wird. So ist es zum Beispiel dem der Mexikaner in der Bedeutung sehr ähnlich.

Wir alle haben in der Familie Menschen, die uns bereits verlassen haben. Deswegen ist Halloween auch ein Tag, an dem man sich im Kreise der Familie ihrer annehmen kann, an sie erinnern und symbolisch ihrer gedenken.

Natur 

Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Die Früchte und Pflanzen geerntet und die Saat für das nächste Jahr ausgesät worden.

Auf vielen Höfen wird nun Erntedank gefeiert.

Die Natur bereitet sich auf den Winter vor und legt sich langsam schlafen. Die Tage werden kürzer. Das Jahr neigt sich dem Ende zu.

Der Herbst steht für Vergänglichkeit und Lebensabend.

So haben wir Halloween gefeiert:


Dieses Jahr war wieder ein Kleinkind – Halloween. Natürlich. Schließlich bin ich keine Single-Studentin mehr, sondern Mama ❤️

Wer meine Facebook – Seite geliked hat, konnte mitverfolgen, wie ich für Tinkermini ein Schiggy-kostüm entwickelt habe. Zum Glück für mich, habe ich alle notwendigen Kleidungsstücke für ein Hogwarts-Schüler Kostüm zuhause. Genauer gesagt, ein Hogwarts-Schüler aus dem Haus Ravenclaw😜 den Zaubererumhang hab ich seit London 😉

Dem Thema, aber auch der aktuellen Erntezeit derer, Genüge zu tun, muss Kürbis auf den Tisch. Meine Spezialitäten : Kürbismuffins und Kürbissuppe. Kürbisbrot habe ich dieses Jahr leider nicht mehr geschafft. Allgemein hat sich jeder der Gäste an den Buffets beteiligt 😊 der Kürbis wurde natürlich ausgehöhlt und mit einem Monstergesicht versehen 😁

Die Gäste kamen gegen 12 Uhr. Drei Muttis mit ihren Töchtern. Bis auf ein Pärchen alle verkleidet. Erst stand das kalte Buffet mit Muffins, Wurstfinger, Obst und Wurmerde (Schokopudding mit Gummiwürmern) auf dem Tisch. Die Kinder konnten spielen und wir Muttis quatschen. Herrlich entspannend für uns, wenn die Kids mit sich selbst genug beschäftigt sind 😉 „Sowas macht man viel zu selten!“, war das Urteil einer Mutti 😁
Abends haben wir zusammen gesungen:

Herbst ist da

Herbst ist da, der Sommer verging,
Kühler die Winde wehn.
Hinter den Wäldern, über den Feldern
Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, so singt Euer Lied,
Mag auch der Sommer vergehn.
Heller die Sterne, näher die Ferne,
Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,
Vögel gen Süden ziehn.
Leer sind die Felder, stiller die Wälder,
Wolken am Himmel fliehn.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,
Sommerlich Lied verklingt.
Will nichts mehr fragen, will nichts mehr sagen
Nebel sein Spiel beginnt.

Herbst ist da, es erntet die Zeit,
Alles, was reif ist, fällt
Lautloses Fallen, Fallen in Allem
Was da noch fest sich hält.

Herbst ist da, der Sommer ging hin,
Kühler die Winde wehn,
Heller die Sterne, näher die Ferne,
Glänzet der Mond so schön.

Leide, leide, Schrei vor Schmerz (Hotel Transsilvanien 2 – Melodie von „Funkel, funkel, kleiner Stern“ )

Leide, leide, schrei vor Schmerz.
Laut zerplatzt dein blutend Herz.

Zombies fressen dein Gesicht.
Deine Schreie hört man nicht.

Leide, leide, schrei vor Pain.
Bald wirst du beim Teufel sein.

Danach gab es zum Abendessen Kürbissuppe, Halloween-Pommes und – Nuggets.

Das schöne an Feiern mit Muttis: die Party ist früh vorbei und alle helfen aufräumen 😉 Um 18:30 Uhr waren die letzten gegangen.

Nun habe ich mit Mini noch eine Kerze für Opapa angezündet und alte Fotos angesehen, bis es Zeit war ins Bett zu gehen.

Vielleicht können wir in Zukunft ein Halloween – Feuer machen und irgendwann gehen wir auch von Tür zu Tür und singen den Leuten „Leide, leide, schrei vor Schmerz“ vor 😁

Quellen

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Samhain

http://www.halloweenies.de/der-ursprung-und-die-geschichte-von-halloween/

https://blog.hans-natur.de/allgemein/unbekanntes-herbstlied

Haltet die Welt an […], einer fehlt

„Und die Welt dreht sich weiter und dass sie sich weiterdreht, ist für mich nicht zu begreifen! Merkt sie nicht, dass einer fehlt? Haltet die Welt an […] Sie soll stehn! „

Heißt es in dem Song von Cassandra Steen. Und trifft damit genau den Punkt.

Ich wollte euch eigentlich viele tolle Geschichten aus unserem Alltag berichten. Wollte meinen Blog auf dem aktuellen Stand halten bzw. bringen. Ich wollte euch einen super neuen Urlaubsbericht von meinem 30. Geburtstag auf Madeira liefern. Aber dann…

Dann wurde einer meiner persönlichen Alpträume war. Wir kamen aus dem Urlaub – und mein Opa lag wieder im Krankenhaus. Diesmal intensiv. Und zwei Wochen später…

Ich möchte euch von einem wunderbaren Menschen erzählen. Einem Menschen, der mich in Vielem wesentlich geprägt hat. Einen Menschen, der mir einer der Wichtigsten (vor der Geburt meiner Tochter vielleicht sogar fast der Wichtigste) war.  Einem Menschen, den ich unendlich geliebt habe und immer noch liebe.

Ich hatte eine wunderbare Kindheit. Meine Mutter war alleinerziehend, ist früh wieder arbeiten gegangen. Mir hatte es dennoch nie etwas gefehlt. Was nicht zuletzt auch meinen Großeltern geschuldet ist. Jedes Wochenende bis zur Oberschule habe ich von Freitag bis Samstag, manchmal Sonntag, bei meinen Großeltern verbracht.

So weit ich mich zurückerinnern kann, hat mich am Freitagnachmittag mein Opa aus dem Kindergarten abgeholt. Ich erinnere mich ganz genau an den Weg, zu Fuß, mit Fahrrad, oder manchmal mit Auto. Wenn wir noch nach Falkensee rausgefahren sind, um im Getränkemarkt einkaufen zu gehen. Und danach immer „bummeln“ im Spielzeuggeschäft nebenan waren… Und ab und zu gab es auch ein Spielzeug 😇Wir waren jedes Wochenende wenigstens am Kiesteich spazieren. Als er noch bei der Nachtwache arbeitete, brachte er mir manchmal einen Tennisball vom Platz mit. War mein Fahrrad kaputt,  reparierte er es. Aber besonders viel Spaß hatte ich als kleines Kind dabei mit ihm auf dem Sofa zu toben. Dies machte er sogar genauso mit Tinkermini,  seit sie laufen konnte. Er liebte einfach Kinder. Alle Kinder. Wenn er ihnen beim Spielen zusah, hatte er vor Freude und Rührung Tränen in den Augen. Das war auch etwas Besonderes von ihm: Weinen vor Freude ❤️ Und stolz war er wie Bolle. Wo er hinkam, er hat mit mir angegeben. ❤️

Er konnte mir alle Bäume, alle Vögel und Tiere nennen. Ich dachte immer, Opa weiß alles. Und was er nicht wusste, stand in seinen unzähligen Büchern über heimische Flora und Fauna oder Enzyklopädien. Neben Puzzeln war das Lösen von Kreuzworträtseln seine Lieblingsbeschäftigung. Dabei benutzte er nie solche dummen Helferlein wie Google&Co. . Vor ihm lag immer das Rätsel und um ihn herum drapiert alle Arten und Richtungen von Lexikas. Was er nicht wusste, schlug er in einem Buch nach. Eine Eigenschaft, um die ich ihn sehr bewundere und auch ein wenig von abbekommen habe. Nachzuschlagen, was man nicht weiß, anstatt es unwissend stehen zu lassen. Sich stetig weiterzubilden. Spaß beim Lernen von neuen Dingen. Bis zum Schluss.

Wenn wir nicht „nur“ spazieren waren, haben wir regelmäßig Ausflüge gemacht. Ans Havelufer, den Spandauer Forst, Tegler Greenwich – Promenade, mit dem Dampfer nach Kladow, zum Wannsee oder bis zur Pfaueninsel. Jeden Sommer war natürlich, wie bei uns jetzt , der Zoo Pflichtprogramm. Und im Winter Aquarium. Es ist uns – es war ihm wichtig, dass wir rausgehen, viel unternehmen. Auch Kultur war ihm wichtig. Neben dem jährlichen Besuch im „Theater Varianta“ oder fast jeder Show vom Friedrichstadtpalast gehörten auch Besuche der Deutschen Staatsoper, „Cats“ (damals noch in Hamburg) oder „Afrika Afrika“ dazu. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Das hat er mir mitgegeben, das wünsche ich mir für Tinkermini auch. Das möchte ich mit ihr genauso machen. Diese Liebe für Kultur, die Natur, die Tiere und auch das Wasser, speziell unsere Havel. Aber auch das Meer. In unserer Familie besonders die Nordsee. So brachte er mir mit ca. 4 Jahren in St. Peter Ording an einem übergroßen, gefließtem „Brett“ das Schachspielen bei.

Mit dabei, ob Ausflug, Urlaub, Veranstaltung eines seiner größten Hobbys: die Kamera. Schon zu Teenagerzeiten meiner Mama hatte er die erste Kamera. Er filmte die Umgebung und seine Familie. Dabei lief er immer vor und filmte alle, wie sie auf ihn zugehen 🙂 Zuhause setze er noch Zwischenbilder mit Überschriften dazwischen, bevor er das fertige Werk zusammenstellte. Damals mit Kalenderbildern und kleinen Buchstaben in mühevoller Handarbeit selbst.

Dank ihm gibt es Beweismittel, wie ich im Sommer vor meiner Einschulung schwimmen gelernt habe. Manchmal begleiteten mich nämlich meine Großeltern ins Schwimmbad Gatow. Und dann stand er da, in gestreifter Badehose, mit weißer Sonnenmütze und der Kamera in der Hand. Kinder sind immer das Liebingsmotiv der vorigen Generationen, nicht wahr? Heute kann ich nochmal aufleben lassen, wie ich mit meinem ersten Fahrrad über den Weg raste, meine Einschulung nochmal sehen oder am Meer Muscheln suche. Wohl wissend, dass all diese Bilder er filmte. Dass er hinter der Kamera stand.

 

Mein Opa mit Anfang 20 im Wröhmänner Park an der Havel, Spandau. War er nicht ne coole Sau 😉 den Kleidungsstil, Hemd und Stoffhose hat er genau so immer behalten. Nur die Hosenbeine waren nicht mehr ganz so weit 😊

Er war ein echter Urspandauer, der gern die Geschichte von seinem alten Spandau erzählte und auch Bücher dazu sammelte. Er sah als kleiner Junge, wie im zweiten Weltkrieg die Kuppel des Kirchturms der Altstädtischen Nikolaikirche hinabstürzte. Am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin kann man eine bronzene Statue betrachten. Auf ihr Rücken an Rücken Kinder. „Züge ins Leben, Züge in den Tod“ steht daran. Dies bedeutet, Züge mit jüdischen Kindern in die Konzentrationslager, bzw. wie mein Opa seinerzeit, mit den Zügen aufs Land zu Pflegehäusern, um den Bombenabwürfen in Berlin zu entkommen… Nach dem Krieg kam er zurück nach Spandau.

Als junger Mann hat er dort damals auf dem Geburtstag ihrer Schwester meine Oma kennengelernt. Sie waren 16 und 17 Jahre alt. Sie waren sich sofort sympathisch. Dieses Jahr hätten sie 60. Hochzeitstag gefeiert. Er starb 4 Monate zuvor…

Er war ein liebender Ehemann und Vater, arbeitete hart für seine Familie. Zum Beispiel, als sie 1960 nach Westdeutschland flohen, ging er Untertage im Kohleabbau, um die Familie zu ernähren. Mein Onkel und meine Mutter wurden in Alsdorf, nahe der französischen Grenze geboren.

Als klar war, dass Spandau (und Westberlin) teil der BRD bleibt und nicht von der DDR eingenommen wurde, kehrten sie zurück. Kurze Zeit darauf bekamen sie Besuch von einem Pastor. An der Tür wollte er mit meiner Oma über ihre „Mischehe“ sprechen. Meine Oma verstand erst nicht, was er meinte. Als er erklärte, es ginge darum, dass mein Opa katholisch und sie evangelisch ist, wollte sie ihn abwimmeln. Auf das Verlangen, dann mit meinem Opa zu sprechen schmiss der ihn raus. Über derartige Unterschiede machten sie sich nie Gedanken. Mehr noch. Bei meiner Taufe maulte der zuständige Pastor „Wird das Kind laut, schmeiß ich sie raus!“ . Das nahm mein Opi zum Anlass mich solange zu ärgern, bis das Geschrei zum Rauschmiss führte. Das macht ihn für mich sogar noch mehr zu einem  Held 😊

Solange ich zurückdenken kann standen im Wohnzimmer auf dem Tisch immer frische Blumen. Jeden Samstagmorgen ging Opa los, holte neue Wochenzeitungen für sich und Oma und einen Strauß Blumen für sie.

Er war ein unglaublich kranker, aber auch starker Mann. Mit 39 hatte er seinen ersten Herzinfarkt. Mit Mitte 50 seinen ersten Schlaganfall. Danach verkaufte er direkt sein Auto. Daran können sich einige ein Beispiel nehmen. Außerdem war er Diabetiker. Trotzdem hat er sich nie unterkriegen lassen, wollte soviel wie möglich alleine machen. So selbständig wie möglich bleiben. Erst nach vielen weiteren Herzinfarkten, Schlaganfällen und Verletzungen akzeptierte er eine Gehhilfe. All das hinderte ihn nicht, weiter viel zu unternehmen. Nicht mehr so weit und lange, wie zuvor, dennoch ließ er sich nicht „ans Sofa ketten“. Für mich war er ein Sinnbild von Stärke und Lebenswillen. Bei allem, was er überlebt hat, glaubte ich schon fast, er würde uns alle überleben.  2015 begleiteten er und Oma mich allein mit Trinkermini zu meiner Zeugnisvergabe in die Uni. Er hat vor Stolz geweint ❤️

Für mich ist mein Opa der beste Mann der Welt. Der einzige Mann auf den ich mich Zeit meines Lebens zu 100% verlassen konnte. Ein Sinnbild für einen guten Ehemann, kinderlieben Opa und zuverlässigen Menschen. Er lebte „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen“ und „selbst ist der Mann“. Er ist mit eins meiner größten Vorbilder und hat mich in meinem Leben, meiner Einstellung und meinen Zielen im wesentlichen geprägt. Er wird auf ewig in meinem Herzen sein und sein Verlust immer schmerzhaft bleiben. 

Er war der großartigste Mensch, den ich kenne. 

Ich ende mit einem Zitat meiner Oma an seinem Totenbett:

40 Jahre hat er es mit dem Herzen… Und dann ist die Lunge kaputt. 

Anhang 

Diesen Text zu schreiben fiel mir unendlich schwer. Ich habe ihn in Etappen geshriben, weil ich immer wieder abbrechen musste. Ichhoffe ihr seht mir nach, wenn er etwas zusammenhangslos wirkt. ich habe über 3 Monate dafür gebraucht, weill ich imer wieder pausieren musste.